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Praktika für junge Frauen aus Krisengebieten

Ansprechpartnerin: Sabine Gätjen
gaetjen@zonta-bielefeld.de
Beginn: 2006

Unsere ehemalige Zonta-Schwester Karin Irshaid, Schriftstellerin und mit einem gebürtigen Palästinenser verheiratet, schrieb vor Jahren eine Erzählung, "Das Hochzeitsessen", in dem die desolate Situation Palästinas spürbar wird. Das Buch wurde sehr bekannt  und in einigen Schulen zur Pflichtlektüre. bei einer Lesung kam der Kontakt mit der Leiterin der Oberstufe der IGS in Gütersloh, Marita Kappler, zustande, Gründerin der "Stiftung Begegnung". Es entwickelte sich ein Kontakt zur Univerität Birzeit, wo Absolventinnen sich über das Studium hinaus politisch für ein multinationales Friedenszentrum engagiert hatten. So kam auf Einladung von ZONTA und STIFTUNG BEGEGNUNG die erste  Praktikantin aus diesem Friedensforum: Ghada (Rada gesprochen), dann kam Natasha Aruri. Ziel der Praktikumszeit in Bielefeld ist es, das Gelernte zu erproben und wechselseitig Kenntnisse der jeweiligen Lebensweisen zu erlangen. Der Alltag  der Palästinenser ist geprägt von massiven Einschränkungen: Ausgangssperren, Checkpoints mit langen Wartezeiten, hoher Arbeitslosigkeit  und einer grundsätzlichen Benachteiligung von Frauen bei der Stellenbesetzung. Alle jungen Palästinenserinnen haben nach ihrer Rückkehr von dem Praktikum profitiert. Es entstand sogar ein wechselseitiger Kontakt, in dem Architekturstudenten der Fachhochschule Detmold bei einer Exkursion nach  Palästina von unseren letztjährigen Praktikantinnen Rana und Sana betreut wurden. Letzterer Kontakt kam über den ehemaligen Leiter von Museum MARTA, Jan Hoet, zustande.
Inhalte des Projekts: Vermittlung von qualifizierten Praktikumstellen an jungen Frauen, zurzeit Studentinnen aus Palästina.

Durch das Absolvieren von Praktika bei hiesigen Unternehmen und Institutionen verbessern die jungen Frauen ihre praktischen Qualifikationen und erhöhen somit ihre beruflichen Einstiegschancen nach ihrer Rückkehr.

Darüber hinaus lernen diese jungen Frauen während ihres Aufenthalts in Deutschland eine andere Wirklichkeit kennen:
Ein Alltagsleben ohne Angst und eine berufliche Kommunikation auf Augenhöhe!

Durch das Leben in einem demokratischen Land, den Kontakt zu Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen ist dieses Projekt ein wichtiger Beitrag gegen Hoffnungslosigkeit, gegen Hass und fundamentalen Fanatismus.
   
Mitinitiator des Projekts mit Zonta zusammen ist die Stiftung Deutsch-Palästinensisches Jugendwerk in Gütersloh (www.stiftungbegegnung.de).
Unterstützungs-
möglichkeiten:
Geldzuwendung, Praktikumsstellen (Sprache: Englisch)
Sponsorenanschreiben

 

Um jungen Frauen aus anderen Krisengebieten dieser Welt hier Praktika anbieten zu können,  fehlt derzeit die logistische und orgnisatorische Unterstützung, wie sie die Stiftung Deutsch-Palästinensisches Jugendwerk in Gütersloh bei der Durchführung dieses Projektes bietet. 

Die beiden palästinensischen Studentinnen Liza Abuaita und Mira Idris
Liza Abuaita und Mira Idris bedanken sich im August-Meeting beim Club für die Unterstützung.
Artiklel im Westfalenblatt über das Praktikantinnen-Projekt des Zontaclubs in Kooperation mit der Stiftung Begegnung in Gütrsloh
Nadia Asali stellt sich dem Club vor